Pflege mitten im Leben – mobilisierend, aktivierend, integrierend

Wir folgen bei unserer Arbeit dem Modell der fähigkeitsfördernden Pflege. Unser Anspruch ist, dass die Menschen, die bei uns leben, solange wie möglich ihre Selbstständigkeit behalten. Aufgrund unserer von christlichen Werten geprägten Arbeitsweise schauen wir dabei nicht auf die Defizite eines Menschen, sondern auf seine Möglichkeiten, seine individuelle Lebensgeschichte und seine Wünsche und Vorstellungen. Wir bauen das Hilfeangebot um den Menschen herum und zwängen niemanden in vorgefertigte Strukturen. Wir lassen uns ein auf die Besonderheiten in der Persönlichkeit jedes einzelnen Menschen, leben Freundlichkeit und Toleranz.

Tagesabläufe gestalten wir immer gemeinsam mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern. Mit gemeinsamen Aktionen wie Backen und Kochen werden alte, erlernte Fähigkeiten reaktiviert. Gleiches gilt für unsere Freizeit- und Kreativangebote. Wichtig dabei: Der Wunsch des einzelnen Menschen hat Vorrang. Wir stellen Teilhabe sicher, zum Beispiel, wenn unsere Küche Mahlzeiten in die einzelnen Wohnbereiche liefert, in denen sich die Bewohner gemeinsam am Tisch einfinden. Wer möchte, kann dort Aufgaben wie Tischdecken und Anrichten übernehmen.

 

Selbstständigkeit, Freiheit und Geborgenheit

Zu unserem Konzept gehört auch, dass wir unseren Bewohnern so viel Freiheit wie möglich bieten – das gilt auch für demenziell veränderte Menschen. Dies ist Bestandteil unseres integrativen Modells, nach dem unsere dementen Bewohner integriert und nicht an ihrer Aktivität gehindert werden.

Dabei spielt das direkte Umfeld auf unserem Campus eine wichtige Rolle: Umgebung prägt den Menschen, und der Mensch prägt die Umgebung. Wir sorgen für eine Umgebung, die sowohl Sicherheit und Geborgenheit als auch Stimulation und Wertschätzung vermittelt.

Solche Ideen in Verbindung mit unserer Tradition der Pflege und Betreuung im Sinne des christlichen Menschenbilds werden durch die Zustimmung unserer Bewohner und ihrer Angehörigen belohnt.

 

Neue Pflegegrade seit 1.1.2017

Zum Jahresbeginn 2017 wurden die neuen Pflegegrade eingeführt, welche die bis dahin geltenden Pflegestufen ersetzen. Damit gilt nicht mehr der zeitliche Aufwand für die Pflege als Kriterium für Pflegebedürftigkeit, sondern der Grad der Selbstständigkeit einer pflegebedürftigen Person. So sind es neben körperlichen Aspekten vor allem auch kognitive und geistige Beeinträchtigungen, die in die Beurteilung Pflegebedürftiger mit einfließen. Denn auch diese führen zu einer eingeschränkten Alltagskompetenz.

Damit haben nun auch Menschen mit Demenz und psychischen Erkrankungen Anspruch auf Pflegeleistungen, die zuvor nur bei körperlichen Beeinträchtigungen gewährt wurden. Am Rather Broich betreuen wir Personen, die mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft wurden.

Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht der Heimkosten im Johannes-Höver-Haus:

Heimkostenstruktur 2018